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Kulturhof

Harfe und Taste

31.07.2011, 19:00 Uhr Kulturhof Westerbeck

http://www.kulturhof-westerbeck.de

zum Konzert:Brigitte Langnickel-Köhler und Reinhard Langnickel spielen Unterhaltsames und Aufregendes (Klassik, Tango, Jazz) am Sonntagabend – 31. Juli / 19.00 Uhr – auf dem Kulturhof Westerbeck im Galerie-Cafe.Duos für Harfe und Tasteninstrumente haben ihre Wurzeln um 1800, als diese Besetzung besonders beliebt war. Aus dieser Zeit und aus vielen Bibliotheken Europas hat das Langnickel-Duo vergessene Originalpartituren engagiert zusammengetragen und zu neuem Leben erweckt. Ergänzt wird diese historische Klangwelt durch Werke zeitgenössischer Komponisten, die sogar erst durch Anregung des Duos entstanden sind. In dieser Spannbreite des Repertoires haben darum auch eigene Kompositionen und Bearbeitungen bekannter Klassiker sowie Tangos und Jazz-Standards ihren Platz im Konzert.Deshalb wechselt Reinhard Langnickel auch gern vom Flügel, von der Orgel oder vom Cembalo auf sein elektronisches Digital/-Klavier/-Orgel/-Cembalo – Alles-Könner-Instrument.Brigitte Langnickel-Köhler gibt seit vielen Jahren Solo-Konzerte und spielt als Solistin in verschiedensten Formationen.Ihre spannende und immer neuen Impulsen folgende Duo-Partnerschaft mit Reinhard Langnickel nimmt neben Solokonzerten, interdisziplinären Performances mit bildender Kunst, Tanz und Sprache einen besonderen Platz ein.Reinhard Langnickel studierte Klavier und historische Tasten-instrumente. Für diese Instrumente hatte er eine Professur an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford inne. - Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Internationalen Erard-Gesellschaft, die sich mit instrumenten- und aufführungstechnischen Fragen des ausgehenden 18. und beginnenden 19.Jahrhunderts befasst.

Harfe und Taste Das Duo Langnickel konzertierte auf dem KulturhofEin begeistertes Publikum huldigte den Künstlern nach der Zugabe zum ihrem Konzert : Eine Komposition für Harfe und Klavier, die Brigitte Langnickel-Köhler und ihr Ehepartner Reinhard Langnickel speziell zur Eröffnung der aktuellen Gemäldeausstellung komponiert hatten und mit der sie dem Kulturabend am Ende unter lang anhaltendem Beifall einen leuchtenden Rahmen gaben. Das Konzert selbst hatte das Duo mit dem Concerto B-Dur von Georg Friedrich Händel für Harfe und Orgel begonnen. Ein „Ohrwurm“ für Musikfans und eine Premiere für das Galerie-Cafe: Orgelklänge unter der Balkendecke einer ehemaligen Bauerntenne. Auch für Reinhard Langnickel eine Premiere, denn er führte hier sein neues Instrument, eine „Digitales Tasteninstrument für klassische Musik“, das gerade erst auf dem Markt erschienen ist, zum ersten Mal vor. – Die ganze Bandbreite der instrumentalen Klangfarben präsentierte er später mit der Sonate D-Dur (1800) von Don Mateo Albéniz. Vierteilig erklang das Presto auf der Orgel, dem Cembalo, dem Hammerklavier und auf dem modernen Konzertflügel in nahtlosen Übergängen.Brigitte Langnickel-Köhler glänzte zuvor mit einem Solo für Harfe, der Fantasie op.95 von Camille Saint-Saëns. Da hielt das Publikum den Atem an, mit welcher Bravour die Künstlerin dieses komplexe Werk ganz auf die Komposition konzentriert vortrug........Nino Rotas Filmmusiken bildeten den Abschluß des ersten Teils – Melodien zum Mitsummen und zur Mitnahme in die Pause.Den 2. Teil eröffnete das Duo mit der Komposition „My Cloud“ von Reinhard Langnickel selbst; eine verführerische Impression über schwebende Wolken. Danach glänzte Brigitte L-K zum zweiten Mal als Solisten mit ihrem „Flamenco“ nach einer Folia d´Espagnol. Die Sonate Jean Pierre Baur nahm das Publikum mit ins Rokoko – in die Räume der Marie Antoinette - bevor Reinhard Langnickel ein besonderes Kunststück wagte – und gewann: „Mozart meets Bartok at the Jazzpub“ - ein Feuerwerk des Virtuosen. Das offizielle Programm wurde mit Astor Piazzolla beschlossen: „Oblivion“ und „Libertango“. Mit einem dritten Instrument, einem mit Mund zu blasendenMelodion, brachte Reinhard Langnickel die so typischen Bandonionklänge ein. Entrückt lauschten die ZuhörerMit „Pepita“ von Brigitte L-K und „Summertime“ von George Gershwin verabschiedeten sich die Künstler und entließen das höchst zufriedene Publikum in den Vorabend des zurückgekehrten Sommers.Text per e-mail mit ausdrücklicher Veröffentlichungsgenehmihung 4.8.11Maria Osterhoff









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